Laminieren wie ein Profi

Gerade flatterte der Newsletter eines großes Discounters ins Mailfach – darin zu finden ist mal wieder ein Laminiergerät für ganz wenig Geld. Normalerweise wüsste ich jetzt schon, was der Mann dazu sagen würde. Er würde nämlich wie jedes Jahr überlegen, ob er es sich kauft oder nicht. Es war bisher jedes Jahr das Gleiche – nur damit er schlussendlich sagt, dass er es doch nicht will, weil er DIN A3 (und nicht nur DIN A4) braucht und weil die Qualität, als wir es 2x ausprobieren mussten konnten, nicht wirklich überzeugte. Doch dieses Jahr ist alles anders, denn zum Geburtstag bekam er von mir ein neues Laminiergerät von Fellowes geschenkt. Ich hab nun meine Ruhe und er sein Laminiergerät. Und weil ja bekanntlich bald Weihnachten ist, kommt hier mal wieder ein Geschenketipp für die ganze Familie. Denn auch Basteln kann man damit!

fellowes_callisto laminierer

Callisto A3 Laminierer von Fellowes

Ein großer Vorteil des Callisto A3 ist die Möglichkeit, auch A3-Format hindurchzuschicken. Der Aufnahmeschlitz sieht zwar sehr schmal aus, es passt aber trotzdem. DIN A4 wird dabei quer durchgeschoben (und nimmt dabei die ganze Breite ein), DIN A3 dagegen mit der schmalen Seite voran. Ein weiterer Vorteil, der für mich sehr wichtig war, ist die Erhitzung des Gerätes. Es wird nicht ewig heiß, wie manch andere Geräte, sondern bleibt einfach nur warm, selbst wenn man mehrere Folien hintereinander auf höchster Stufe laminiert hat. Einzig wenn man das Gerät über den Handgriff (die eckige Ausbuchtung auf der unteren Seite des Laminierers) anfasst und wegstellen möchte, sollte man vorsichtig sein, denn dort ist es schon recht warm. Offiziell nennt sich das ganze Heat Guard-Technologie, die dafür sorgt, dass man das Gerät zu jeder Zeit anfassen kann. Außerdem verfügt der Laminierer über einen Energiesparmodus. So kann man ihn durchgehend laufen lassen, denn bei längerem Nicht-Gebrauch schaltet es sich automatisch in den Sleep-Modus.

Der Callisto kann kalt und heiß laminieren und schluckt dabei Folien mit einer max. Folienstärke von 125 Micron. Für die Kaltlamination werden, wie überall, selbstklebende Folien benötigt.

fellowes_in betrieb

Bedienung

Die Bedienung ist total simpel. Zunächst einmal benötigt man Laminierfolien. Diese sind in der Regel zum aufklappen, so dass man eine geschlossene Seite hat. Das zu laminierende Papier einlegen, Folie wieder übereinander legen. Den Laminierer hat man vorher schon passend zur Papiergröße eingestellt (1 Tastendruck) und sobald er fertig ist mit heizen, hält man die Folie mittig an den Laminierer, so dass er sich alles selbst einziehen kann. Wichtig ist nur, dass die geschlossene Seite zuerst ins Gerät muss. Der Callisto zieht selbständig ein und wirft alles wieder hinten raus. Kurz warten, da es im ersten Moment sehr heiß ist und das war es schon!

Bei kleineren Formaten als DIN A4 kann man entweder kleinere Folien nehmen oder sich eine große passend zurechtschneiden. Bei mir im Test wurden selbst 5cm schmale Streifen problemlos eingezogen und perfekt laminiert.
Die zu laminierenden Dokumente dürfen eine maximale Stärke von 1mm haben, dann ist es sogar egal, was man alles durchschickt. Bei mir waren es zum Beispiel auch schon leicht gewellte Laubblätter inkl. Stiel und allem. Hat man mal eine Folie schief eingelegt, ist das übrigens auch kein Problem. Dank einer Rückfahrtaste kann man die Folien problemlos auswerfen lassen.

Fellowes_blätter

Laminierideen

Hat man dann endlich ein Laminiergerät zu Hause, überlegen die meisten, was man damit alles so anstellen kann, außer ab und an mal was zu laminieren. Ein paar Ideen neben den Standard-08/15-Sachen kann ich euch bieten:

  • Pflanzschilder (Warum teuer kaufen, wenn man sie auch selbst machen kann? Spitze schneiden und in die Erde stecken!)
  • selbstgemachtes Memo oder Lernspiele (zum Beispiel die Blätter oben aus dem Bild)
  • ein Mobile
  • sonstige Dekorationen, Fensterbilder usw.
  • Teelichtummantelungen (Oder wie auch immer das heißt, was man um Teelichter stellen kann. Dafür waren eigentlich die Blätter gedacht, aber meine Idee war noch nicht so ganz ausgereift. Alternativ macht man keinen geschlossenen Kreis, sondern nur einen Halbkreis und schließt ihn mittels Tesa.)
  • diverse Kindergartenbilder oder – Basteleien
  • Namensschilder, Hinweise auf dem Briefkasten, Visitenkarten, …
  • Rezepte
  • Schnittmuster oder Bastelvorlagen, die man häufig braucht (alles mit dem Callisto laminierte kann man direkt am Papier und ohne Folienrand abschneiden!)
  • Sudokus, kleine Rätsel oder sonstiges (diese dann mit abwischbarem Stift ausfüllen).
  • Tischsets, Untersetzer und co.
  • und vieles, vieles mehr.
Wir werden in der nächsten Zeit bestimmt ganz viel weihnachtsliches machen – bietet sich ja auch an.

fellowes_zerschnittenes Papier

Meine Meinung

Alle Laminierer sind irgendwie gleich – dachte ich zumindest. Doch dann fing ich an, mich ein bisschen damit zu beschäftigen und weiß inzwischen, dass es sehr wohl große Unterschiede gibt. Nicht zuletzt merkt man es recht deutlich am Ergebnis. Mit einem preiswerten Laminierer hätte ich nach unseren Erfahrungen nie so gute Ergebnisse erzielt. Egal ob einfaches Papier, doppeltes oder sehr dickes Papier, dicke Farbklekse oder Laubblätter – mich bzw. uns überzeugte das Ergebnis immer.
Besonders gut finde ich die Tatsache, dass die Folie richtig mit dem Papier verschmilzt. Man läuft also nicht die Gefahr, dass das laminierte unbrauchbar wird oder sich wieder trennt. Im Gegenteil. Auf dem Bild oben seht ihr meinen schmalen Streifen, den ich geschnitten hatte. In diesen habe ich einfach in die Mitte relativ weit langgeschnitten. Die Kanten blieben glatt, nichts dröselte auf. Selbst den Wassertest bestanden sie. Eingelegt in Wasser sollten die Streifen 30 Minuten überstehen. Da ich mal weider an alles dachte, nur nicht an die Streifen, wurde es eine Stunde. Getan hatte ich gar nichts! Auf den 10cm Länge waren 5 oder 6 kleinen Stellen, an denen Wasser ca. 1 mm eingedrungen war und man winzige dunkle Stellen sah. Öffnen ließ sich die Folie trotzdem nicht, die dunklen Stellen waren aber nach sehr kurzer Zeit schon wieder weg.

Die Bedienung ist sehr einfach und eigentlich selbsterklärend. Dafür, dass es so einfach ist, spricht sicher auch die Bedienungsanleitung, denn mit nur einer Doppelseite bekommt man alles erklärt, was man wissen muss.

Uns hat der Callisto A3 voll überzeugt. Er ist nicht nur perfekt für die alltäglichen Laminierdinge, sondern auch super für Bastelarbeiten oder Kindergartenbilder, kreative oder praktische Ideen. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass wir damals nie im Discounter zugeschlagen haben. Der Callisto ist einfach viel viel besser und definitiv jeden cent wert.

(Der Callisto wurde mir für diesen Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Meine Meinung beeinflusst das nicht.)


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Wertung: 4.0/5 (5 Bewertungen abgegeben)

8 Kommentare

  1. MestraYllana

    Du hast einen Wassertest gemacht und das Laminierte hat den so gut überstanden? Wow! Wenn ich da an unser Laminiergerät denke, kann ich es gleich wegschmeißen… nur Zicken damit und das Ergebnis wird auch nicht schön.

    Besonders klasse finde ich die Rückfahrtaste, ich hatte mal das Problem, dass sich ein Blatt Papier (mit Folie natürlich) in dem Gerät verfangen hatte und total zusammengeschoben wurde – an der Rückseite kam jedoch nichts raus und ich hatte Mühe, das geschmolzene Zeug wieder aus dem Laminiergerät herauszubekommen…

    Hast du es auch mit unterschiedlich dicken Folien versucht? Unser Gerät arbeitet ganz passabel, solange die Folien nicht allzu dick sind. Ich hab allerdings auch so kleine Folien im Scheckkartenformat, die verklebt er gar nicht, es sei denn, ich lasse die Folie drei oder viermal durchlaufen…

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ich hätte auch nicht gedacht, dass das Papier den Wassertest so gut übersteht. Es war wirklich nur ganz wenig und ich bin immer noch total begeistert. Dann doch lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben :)

      Ich habe mit 80er Folien, 100er und 125ern probiert. Klappte alles richtig gut und ist auch die Foliendicke, die vom Hersteller dafür angegeben ist.

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  2. silvie

    Hallo Sandra, welche Laminierfolie würdest du generell bevorzugen, 80Mikron oder 75 Mikron Laminierfolie? Vielen Danke für ein kurzes Feedback . PS Danke für deine tollen ARtikel. LG Silvie :-)

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ich liebe meine 125 Mikron Folie, weil sie so fest und stabil ist. Wenn ich etwas laminiere, will ich es auch wirklich stabil haben. :)
      Verwende immer die Capture 125 von Fellowes und fahre supergut damit.

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  3. Knut Kumpe

    Hi, wie kann ich etwas Rundes laminieren? Bzw. Wie muss ich das machen? Liebe Grüße

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ich gehe davon aus, dass das runde platt ist? Das wird einfach mittig in die Laminierfolie gelegt, der Rest ringsrum wird abgeschnitten. Je nach Größe bzw. Verschnitt würde ich das evtl. erst nach dem Laminieren tun, denn zusammengeklebt schneidet es sich doch um einiges einfacher.
      Eigentlich wie bei viereckigen Sachen also :)

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  4. Thomas

    Hallo, sehr schöner Beitrag. Ich habe auch schon des Öfteren etwas laminieren müssen, jedoch ist es bei mir manchmal der Fall, dass das ‚Blatt‘ gebogen wird und nicht ganz glatt ist. Was kann ich denn dagegen tun? :/

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    1. Sandra (Beitrag Autor)

      Ich hatte es noch nie, dass etwas gewellt oder gebogen war. Trotzdem lege ich alle Sachen, die 100% glatt sein sollen, immer noch mal unter ein dickes Buch.

      Kann es sein, dass du zu heiß laminierst?

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